Schnee – Schnee – Schnee so war der Winter

Dem einen oder andern reicht es schon mit dem Schnee – aber, was soll’s, wir haben Januar, da ist Schnee doch eine ganz normale Sache. Nur sind wir halt nicht mehr dran gewöhnt, weil die Winter der letzten Jahre vergleichsweise mild daherkamen. Und für die Kinder ist’s doch wunderbar, mal wieder Schlitten zu fahren oder eine kräftige Schneeballschlacht zu machen. Na, und an den Schneemännern in den Vorgärten haben wir doch alle unsern Spaß, und Spaziergänge in der schneeigen Landschaft oder zumindest der Blick durchs Fenster in den verschneiten Garten gehören zu den Winterfreuden der Erwachsenen.
 

Ja, wenn man Zeit hätte, all das zu genießen, wenn man nicht arbeiten müsste…  Besonders betroffen sind natürlich diejenigen, die mit dem Auto los müssen und womöglich noch früher als der Schneepflug unterwegs sind. Da heißt es wesentlich mehr Zeit einkalkulieren und die Fahrweise anpassen. Oder, wenn irgend möglich, auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen.

Wie den Berufsfahrern  ist dies natürlich auch den Schwestern der Diakoniestation nicht möglich, deren Patienten ja bei jedem Wetter warten. Schwester Elisabeth beispielsweise beginnt ihren Dienst um 6.30 Uhr. Sie fährt zuerst nach Wieckhorst, dann nach Vorwerk, von dort aus nach Schülern und Heber, bevor sie wieder im Schneverdinger Kernort Dienst tut. Sie fährt vorsichtig und weiß, dass ihre Patienten Verständnis haben, wenn sie etwas später dort ist. Am Sonntag aber saß sie an der Wieckhorster Dorfstraße fest. „Zufällig kamen Bekannte mit ihrem VW-Bus vorbei“, erzählt Elisabeth, „wie war ich froh! Zu sechst haben sie mich geschoben, bis die Reifen wieder griffen.“

Altenpflegerin Christa freut sich, dass sie in diesem Schneewinter noch nicht steckengeblieben ist. „Aber manchmal war es kurz davor“, berichtet sie, „besonders hier in Schneverdingen in den Seitenstraßen, die ja kaum geräumt werden.“ Ein Problem bei dem Schnee sei auch das Parken, denn oft seien Schneehaufen am Straßenrand, und die Autos seien „kreuz und quer“ geparkt, so dass man kaum Platz fände.

Schwester Birgits täglicher Weg führt nach Insel, Wesseloh und Horst, abends außerdem nach Wintermoor und Großenwede, das macht jeden Tag 100 km aus. Sie fährt langsam und passt gut auf -  aber sie weiß, dass das heile Ankommen trotzdem nicht selbstverständlich ist. „Wir sind in Gottes Hand, im Ort und über Land!“

 Ja, der Winter fordert auch von der Diakoniestation besonderen Einsatz, aber keiner ist darum mürrisch. Drei Schwestern sind hier stellvertretend für alle zu Wort gekommen. „Wir wissen doch, warum bzw. wozu wir unterwegs sind“, stellt Schwester Elisabeth klar, und ihre Kollegin Christa setzt hinzu: „Die Patienten warten schließlich, und wir kommen gern hin.“ Das ist auch für Schwester Birgit selbstverständlich: „Wenn ich in den Häusern angekommen bin, bin ich natürlich froh. Und es ist dann  fast ein bisschen wie nach Hause kommen, denn die Patienten, die Angehörigen und ich, wir kennen uns schon ganz gut und mögen uns.“

 

Den Schwestern der Diakoniestation und allen, die bei dem Winterwetter beruflich unterwegs sind, wünscht „Snevern Aktuell“ allzeit gute Fahrt!