Reisebericht von Frau Gisela Melloh als Reiseleiterin der Diakoniestation:
Auf Dnjepr und Schwarzem Meer von
Kiew nach Istanbul zum Goldenen Horn
Erlebnisreiche Kreuzfahrt mit der MS "Marschall Koschevoj"
Eine Flusskreuzfahrt der besonderen Art auf dem Dnjepr und
Schwarzem Meer erlebten kürzlich 34 Heidjer/innen
mit der
Schneverdinger Diakoniestation.
Die erlebnisreiche Reise führte die Teilnehmer nach Kiew,
der prächtigen ukrainischen Hauptstadt, auf dem mächtigen
Dnjepr
flussabwärts durch die einstigen Siedlungsgebiete der Kosaken
zum Dnjeprdelta und weiter zum Halbinsel Krim.
In Kiew, der "Mutter der russischen Städte" bewunderten alle die
St. Andreaskirche und die Sophienkathedrale.
Auch Saporoschke, Heimatstadt der Kosaken wurde besucht. Ebenso
Cherson, die Gebietshauptstadt an der Mündung
des Dnjepr im
Schwarzen Meer gelegen - von dort aus besuchten die Heidjer mit
einem Ausflugsboot eine Fischerinsel im Dnjepr-Delta.
Hier
konnten sich alle Teilnehmer von der Gastfreundlichkeit und
Fröhlichkeit der Anwohner überzeugen.
Entlang der
Schwarzmeerküste ging die Fahrt weiter nach Sewastopol, den
Hafen der Schwarzmeerflotte,
wo eine Musikkapelle der
Schwarzmeerkosaken die Kreuzfahrer musikalisch empfangen hat.
Ein großes Erlebnis für alle war das Einlaufen auf der Halbinsel
KRIM in Jalta. Dort stand eine Stadtrundfahrt auf dem Programm
mit Besichtigung des berühmten "Schwalbennestes" - das
Wahrzeichen von Jalta. Außerdem der Palast Liwadija,
der Sommerresidenz des letzten Zaren Nikolaj II. und seiner Familie.
Hier trafen sich im Februar 1945 Churchill,
Roosevelt und Stalin zur Konferenz von Jalta. Nach einer Fahrt über das offene Meer
wurde Odessa erreicht,
die " Perle des Schwarzen Meeres und
größte Hafenstadt der Ukraine. Die wichtigste Sehenswürdigkeit
dort
war die 30 Meter hohe Potjomkin -Freitreppe, das berühmte
Opernhaus sowie viele Prachtbauten aus der Blütezeit der Stadt.
Die Heidjer flanierten im eleganten Kurort und ließen die
herrliche Atmosphäre auf sich wirken.
Weiter führte die Fahrt mit der MS Koschevoj ins rumänische
Tulcea. Von hier aus unternahmen die Teilnehmer eine Bootsfahrt
entlang des Donau-Deltas, einer noch weitgehend unberührten
Naturlandschaft, Lebensraum von mehr als 170 Vogelarten.
Ein Landgang im bulgarischen Nessebar überraschte. Ein geführter
Spaziergang durch das Städtchen, das auf einer Halbinsel hoch
über der Steilküste liegt; verwinkelte Gassen, aus Kalkstein und
Holz erbaute Fischerhäuser und ein malerischer Hafen
begeisterten alle.
Die letzten zwei Tage verbrachten die Heidjer in Istanbul, dem
früheren Konstantinopel, der größten Stadt in der Türkei.
Auch
hier nahmen alle Teilnehmer an einer Stadtrundfahrt bzw.
Rundgang teil. Stadtführer Kerim führte seine "Lüneburger Heide"
mit Bravour durch die 12 Millionen Metropole am Bosporus. Da das
Hotel mitten in der Altstadt Istanbuls lag,
war man schnell bei
allen berühmten Sehenswürdigkeiten, so die Blaue Moschee, der
herrliche Gewürzbasar, die Hagia Sophia,
das Hippodrom sowie von
der Galatabrücke eine Schiffsfahrt auf dem Bosporus- hier
konnten alle das Goldene Horn und
die europäische und auch die
asiatische Seite des Bosporus bewundern.
Langeweile gab es nicht an Bord der Koschevoj, ein
Ukrainisch-Kurs, Tanzabende, verschiedene
Vorträge, Morgengymnastik,
ukrainische Lieder singen, Neptunfest ( als Neptun wurde der
Schneverdinger Dieter Ruttkowski unter allen Gästen gekürt),
Piraten-Abendessen und ein Käpt´n-Dinner. Aber es war auch
ausreichend Zeit vorhanden, dass alle die Seele einmal baumeln
lassen konnten.
Begeistert mit gewaltigen Eindrücken, braungebrannt (jeden Tag
zwischen 35 und 40 Grad)
sowie vielen persönlichen guten
Erfahrungen und Erlebnissen kehrten alle wohlbehalten in die
Heide zurück.
Als Eindruck
von der Reise zeigen wir Gruppenfoto in Istanbul vor der Hagia
Sophia
und ein Foto zeigt das berühmte Schwalbennest auf der
Krim in Jalta.

